Geschichte

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Pfarrbeschreibung von CF Ruckdeschel 1785
Wappen/Siegel
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Beschreibung

Ortsteile

Der Text zur Geschichte der Gemeinde Röslau wurde uns freundlicherweise von Herrn Dieter Hempel, Kreisheimatpfleger des Landkreises Wunsiedel im Fichtelgebirge, Veilchenweg 2 in 95195 Röslau zur Verfügung gestellt.

Wir möchten diesen Teil der Internetpräsentation weiter ausbauen und bitten Sie, tatkräftig mitzuwirken. Für altes Text- bzw. Bildmaterial sind wir dankbar. Selbstverständlich bekommen Sie Ihre Dokumente nach kurzer Zeit wieder zurück.


Die Geschichte Röslau`s beginnt mit der Besiedelung des inneren Fichtelgebirges. "Röslein" war 1413 eine Vikarie des Klosters Waldsassen. Die Namensnennung von 1413 deutet auf die Heckenrose hin. Sie war damals der einfachste und beste Zaun, mit dem Felder und Gärten vor Wildbiss geschützt wurden. 1484 verkauft Balthasar von Reizenstein den Ort an Wilhelm von Schirnding. 1637 ist der Ort nach dem Dreißigjährigen Krieg fast zerstört und ausgestorben. 1651 beginnt die Grundherrschaft der Familie von Waldenfels bis 1852 der Besitz verkauft wird. Im ältesten Wappen von Röslau ist ein Bienenkorb abgebildet, flankiert von zwei Rosen. Das heutige Wappen, das aufsteigende Einhorn, führt die Ortschaft seit der Zusammenlegung der Gemeinden Ober- und Unterröslau im Jahre 1966. Es ist das Wappentier der ehemaligen Grundherrn der Gemeinde, der Herren von Waldenfels. Die Landesherren waren seit etwa 1285 die Markgrafen von Kulmbach-Bayreuth. Der Landkreis Wunsiedel war zur Markgrafenzeit in sechs Amtsgerichtsbezirke eingeteilt, in die "Sechsämter". Diese kamen 1806 zu Bayern, und wurden dem Regierungsbezirk Oberfranken zugeteilt.

Röslau war durch die Jahrhunderte ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf. In Oberröslau, also dem Ortsteil nördlich der Eger, waren Weber ansässig. Erst der Bau der Bahnlinie Hof - Marktredwitz mit dem Anschluss an das böhmische Netz brachte den Aufschwung.

Mit Hilfe der Bahn war es möglich, die benötigten Rohstoffe und Betriebsmittel für die Porzellanfabrik und das Stahl- und Drahtwerk heranzuschaffen. Durch die beiden Betriebe begann die Umstrukturierung der Bevölkerung zu einer Industriegesellschaft.

Die Chronik berichtet immer wieder von Bränden (z.B. 1881), denen die Ortschaft, das Schloß und die Kirche zum Opfer fielen. Die Gebäude wurden jeweils rasch wieder am selben Platz errichtet, meist mit Feldsteinen.
Weitere Informationen über die Kirche erhalten Sie, wenn Sie auf das Bild klicken

Fachwerk findet man nur vereinzelt in den zu Röslau gehörenden Dörfern. Nach dem zweiten Weltkrieg, den Röslau ohne Schaden überstand, begann der Ausbau der Infrastruktur. Röslau hat alle Behörden, Einrichtungen und Geschäfte einer Kleinstadt - der ländliche Charakter ging dabei erfreulicherweise nicht verloren.

Bürgerhaus Röslau

Weitere Informationen über die Ortschaften des Landkreises Wunsiedel siehe Internetseite des Kreisheimatpflegers Dieter Hempel.

50 Jahre Weihe der katholischen Kirche in Röslau

Vor fünfzig Jahren, am 15. August 1953, wurde die katholische Kirche in Röslau durch Erzbischof Michael Buchberger aus Regensburg feierlich eingeweiht.

Durch Zuzug von Arbeitskräften aus der Oberpfalz für die Röslauer Industriebetriebe war die Anzahl der Katholiken von 31 im Jahr 1916 bis zum Jahr 1940 bereits auf etwa 85 angestiegen. Diese mussten sich, wenn sie einen Gottesdienst besuchen wollten, auf den Weg nach Marktleuthen, wo es bereits ab 1910 eine Betsaal gab, nach Wunsiedel oder nach Weißenstadt machen.

Da seit Kriegsbeginn der Postauto- und Zugverkehr erheblich eingeschränkt war, bemüht sich im April 1940 Johann Rösch - von 1937 bis 1948 Pfarrer von Marktleuthen und damit auch für die Seelsorge in Röslau zuständig - beim Bischöflichen Ordinariat in Regensburg um die Genehmigung zur Anmietung von Räumlichkeiten für die Abhaltung von Gottesdiensten. Ein Mietvertrag kam aber letztendlich nicht zustande.

Durch die große Zahl von Heimatvertriebenen stieg nach dem Krieg die Zahl der Katholiken in Röslau noch einmal deutlich an. Ab 1945 wurden dann zunächst in der evangelischen Kirche, später im evangelischen Kindergarten 14-tägig Gottesdienste abgehalten. In dieser Zeit begann die Suche nach einem geeigneten Grundstück und von Baumaterialien für eine katholische Kirche. Der Plan, zuerst nur eine provisorische Notkirche zu bauen, wurde vom Ordinariat verworfen.

Am 27. Juni 1950 konnte Pfarrer Josef Stäringer vor dem Notar Dr. Josef Knab in Kirchenlamitz der Kaufvertrag über das Grundstück auf dem sogenannten "Schwammenbühl" abschließen.

Der Kirchbau begann umgehend und am 27. August wurde Grundsteinlegung gefeiert. Im Dezember 1950 erteilte Erzbischof Michael Buchberger die Genehmigung, die Christmette zum Abschluss des Heiligen Jahres in der im Rohbau schon fertigen Kirche zu feiern. Im Herbst 1951 konnte der Abschluss der Bauarbeiten nach Regensburg gemeldet und um die Weihe gebeten werden.

Es dauerte aber noch fast zwei Jahre, bis Erzbischof Michael Buchberger nach Röslau kam: 1953, am 15. August, nahm er die Weihe der Kirche zur Ehre der "Heiligen Dreifaltigkeit und des Heiligen Johannes des Täufers" vor.


InformationLetzte Änderung: Dienstag, 5. Januar 2010- Titelseite