Röslau im Fichtelgebirge - Geschichte
Aktuelles aus Röslau
Urlaub in Röslau
Gewerbebetriebe in Röslau
Das Rathaus der Gemeinde Röslau
Vereine, Kirchen, Schule, Kindergarten, Bücherei
Notrufnummern und Informationen
Zurück zur Startseite der Gmeinde Röslau

Zwölfgipfelblick


Die junge Eger verläuft ziemlich geradlinig den Abhang des Schneebergs hinunter, nach einem Zwischenhalt im Weißenstädter See trifft sie auf das erste Hinderniss, ein flacher Bergrücken, den sie im Thus durchgegraben hat. Den nächsten Berg umfließt sie und erreicht damit den südlichsten Punkt ihres Laufs. „Berg“ nannten ihn die Menschen früher. An seinem Südhang entstand Röslau. Man findet jedoch auch den Namen „Kuhberg“, weil über ihn die Tiere auf die Hut getrieben wurden. Ein anderer Name ist „Kapfberg“. Für das Wort „kapfen“ findet man im Schmellerschen Wörterbuch die Bedeutung „Schauen“. Der Gipfel war unbewaldet. Nach Einführung der Druckwasserleitungen wurde der Hochbehälter für die Oberröslauer Wasserversorgung angelegt.

Nach dem Krieg kam Lehrer Wunderlich aus Haßlau in den Ort. Ihm fiel sofort die einmalige Sicht auf, die man vom „Kapfberg“ hat. Er hatte dann auch die Idee hier eine Anlage zu errichten. 1953 war dann die „Geburtstunde“. In der Schulchronikheißt es: „Im Rahmen der Naturschutzwoche - Mai 1953 schuf Lehrer Wunderlich zusammen mit den Konfimanden auf dem Kuhberg durch Pflanzung einer Hecke und Bäumen und durch Anbringung von Ruhebänken einen Erholungsplatz. Als Name wurde Zwölfgipfelblick vorgeschlagen.

Unterstützt wurde die Pflanzaktion durch den Obst- und Gartenbauverein, den Lehrer Wunderlich gegründet hatte. Die Schüler besorgten die meisten Pflanzen aus der Röslauer Flur. Ein weiterer „Einrichtungsgegenstand“ war eine Erklärungstafel in Form eines Reliefs und einer dazugehörigen Beschreibung. 1957 wurde eine gravierte Metallplatte angebracht, die auch heute noch die sichtbaren Berge des Fichtelgebirges kenntlich macht.

Heute ist der „Zwölfgipfelblick“ ein beliebter Ort für kurze Rasten aber auch für Spaziergänge mit Kindern, da einige Spielgeräte aufgestellt wurden. Beliebt ist er5 auch bei Gewittern. Zum einen ist es mit 602 Metern die höchste Erhebung in der Egerschleife, der Wasserbehälter, heute von der Feuerwehr genutzt, tut ein übriges. In den letzten Jahren waren einige „Treffer“ zu verzeichnen.

1992 setzte die Gemeinde Röslau auf Anregung des Gemeinderats Dieter Audorff einen Findling aus Dürnberg in die Anlage. Auf ihn wurde eine achteckige Tafel aus Kösseinegranit geklebt. Diese Steinplatte wurde in der Bildhauerfachschule Wunsiedel gearbeitet. Sie trägt die Aufschrift: „Mittelpunkt des Fichtelgebirges“, sowie die vier Hauptflussnamen: nach Norden die Saale, nach Osten die Eger, die (Fichtel-) Naab nach Süden und der Weiße Main nach Westen.

1992 setzte die Gemeinde Röslau auf Anregung des Gemeinderats Dieter Audorff einen Findling aus Dürnberg in die Anlage. Auf ihn wurde eine achteckige Tafel aus Kösseinegranit geklebt. Diese Steinplatte wurde in der Bildhauerfachschule Wunsiedel gearbeitet. Sie trägt die Aufschrift: „Mittelpunkt des Fichtelgebirges“, sowie die vier Hauptflussnamen: nach Norden die Saale, nach Osten die Eger, die (Fichtel-) Naab nach Süden und der Weiße Main nach Westen.

Dürnberg

Eine Chronik des Dorfes hat Gerhard Seidel zusammengestellt. So sei im Auftrag des Burggrafen von Nürnberg 1352 die Burg Epprechtstein von Hauptmann Heinrich von Kotzau erobert worden. Kaiser Karl IV habe den Grafen die Burg und die „Herrschaft Epprechtstein“ als Reichslehen zugestanden und die bisherigen Besitzer zum Verkauf genötigt. In der am 18. Mai 1356, also vor 650 Jahren, ausgefertigten Urkunde seien die Dörfer und Wälder, die der Verkauf umfasst, namentlich aufgeführt. Darunter auch „das Meyrhöflin under dem Dürrenberg“ und der „Wald mit Namen der Dürrenberg“. Der in der Urkunde genannte Meierhof, heute der Bauernhof der Familien Dörsch und Krauß, sei ein Versorgungshof der Burg gewesen. 1486 habe das Dorf im Besitz der Herren von Schirnding vier ganze Höfe mit acht Besitzern umfasst. Philipp von Waldenfels sei 1652 mit dem Dorf belehnt worden.

Das Dorf Dürnberg, so Gerhard Seidel, sei damals eine eigene Ortsgemeinde mit einem Dorfrichter in der Lehensherrschaft des Rittergutes Oberröslau gewesen. Im Jahr 1818 sei Dürnberg „selbständige Ruralgemeinde im Landgerichtsbezirk Kirchenlamitz im Steuerdistrikt Oberröslau“ geworden. Zum Gemeindegebiet habe Bödlas und Thusmühle gehört.

Kirchlich habe Dürnberg zu Oberröslau gehört. Wo eine Pfarrkirche stand habe sich auch die Schule befunden. Der Schulsprengel habe zunächst die Ortschaften Oberröslau und Unterröslau, Brücklas, Grün, Bödlas, Thusmühle und Dürnberg umfasst. Im 18. Jahrhundert hätten sich die Dörfer abgesondert und eigene unständige, „wandernde“ Schulen gegründet. Die Kinder seien meist nur im Winter in verschiedenen Bauernwohnungen unterrichtet worden. Als Lehrer betätigt hätten sich Hirten, Schäfer und auch Bauern. Dürnberg habe ab etwa 1780 eine eigene Nebenschule besessen und 1839 ein Schulhaus gebaut. Im Jahr 1851 sei die Thusmühle und 1903 Bödlas dazugekommen.

Da in der Folgezeit die Schülerzahl immer mehr absank, sei 1930 die Einschulung nach Oberröslau erfolgt.

1956 sei noch die 600-Jahrfeier abgehalten und Dürnberg dann nach Oberröslau eingemeindet worden, berichtet Chronist Gerhard Seidel. Heute verfüge das - nach der Zusammenlegung von Ober- und Unterröslau - zur Gemeinde Röslau gehörende Dorf über eine funktionierende Gemeinschaft, die sich durch gute Zusammenarbeit auszeichne. Fünfzehn der in Dürnberg wohnenden fünfzig Röslauer sind Kinder.



Zurück zur Startseite Zurück zur vorherigen Seite Email an Gemeinde Röslau Die Röslauer Internetseiten durchsuchen